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Gute Investition: Ein Vertrauens-Check beim TÜV kostet 39,80 Euro (Foto TÜV Süd)



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Mit Glück und Verstand einen möglichen Reinfall verhindern

 

ACV gibt Tipps für den Gebrauchtwagenkauf


Köln. 26. 4. 2010 – Alle Jahre wieder boomt im Frühjahr der Handel mit Gebrauchtwagen. ACV profil, die Zeitschrift des Automobil-Club verkehr, berichtet in der neuesten Ausgabe, was Autofahrer beim Kauf aus zweiter oder dritter Hand unbedingt beachten sollten.

Gebrauchtwagenkauf ist Glückssache – und das lässt sich leider nicht ändern. Autos sind heutzutage technisch so komplex, dass niemand mit letzter Sicherheit vorhersagen kann, ob sich der hochglanzpolierte Wunschkandidat nach einem Jahr als Glückskauf oder teurer Flop erweist. Mit Verstand und kühlem Kopf aber kann man dem gebrauchten Glück auf die Sprünge helfen. Dabei helfen unsere Tipps:

  • Die meisten Angebote von privat finden Sie im Internet bei großen Anbietern wie mobile.de oder auto-scout24.de. Lesen Sie nicht nur den Text, sondern auch zwischen den Zeilen. Etwaige Ungereimtheiten treten manchmal schon hier zutage.
  • Legen Sie eine Checkliste an, in der alle für Sie relevanten Punkte (Ausstattung, Leistung, Alter) enthalten sind, und die Sie bei allen in Frage kommenden Angeboten durchgehen. Nur so können Sie einzelne Kandidaten präzise vergleichen.
  • Beim telefonischen Kontakt mit dem Anbieter klären Sie die noch offenen Fragen, vor allem diese: Ist Ihr Gesprächspartner nicht nur der Verkäufer, sondern auch der aktuelle Besitzer? Wenn nicht: Finger weg! Gebrauchtwagenkauf ist Vertrauenssache, Strohmänner sind nicht gefragt.
  • Den Besichtigungstermin möglichst nicht bei Regenwetter vereinbaren. Nasser Lack glänzt auch an matten, ausgebesserten und verkratzten Stellen.
  • Zunächst Papiere überprüfen: Stimmt die Fahrgestellnummer im Fahrzeugbrief bzw. der Zulassungsbestätigung II mit der am Fahrzeug überein? Gibt es ein Nachweisheft für Inspektionen, Belege für durchgeführte Reparaturen, eine Bescheinigung vom letzten TÜV-Besuch?
  • Dann das Fahrzeug kontrollieren: Entsprechen Reifen und Felgen den laut Zulassungsbestätigung erlaubten Dimensionen? Wie sieht das Reifenprofil aus? Fragen Sie nach eventuellen Unfallschäden und Reparaturen. Lackspuren an Fensterdichtungen deuten auf nachträgliche Lackierarbeiten hin.
  • Der Motorraum muss nicht zwingend klinisch sauber, in jedem Fall aber frei von Ölflecken sein. Ein hochglänzendes Maschinenabteil legt zumindest den Verdacht nahe, dass Spuren von Undichtigkeiten durch eine Motorwäsche beseitigt wurden.
  • Im Innenraum ruhig auch mal unter die Fußmatten oder etwaige Schonbezüge schauen und die Funktion aller Systeme testen: Spiel in der Lenkung und Schlackern in der Schaltung lässt sich schon im Stand feststellen. Entspricht der allgemeine Pflegezustand und der Tachostand den Angaben im Inserat?
  • Ganz wichtig: die Probefahrt. Wer sie verweigert, hat mit Sicherheit etwas zu verbergen. Und mit einer Runde um den Block ist es dabei nicht getan. Ein paar hundert Meter Kopfsteinpflaster (Klappergeräusche) und ein paar Kilometer Autobahn sollten in jedem Fall dazu gehören, um sich einen aussagekräftigen Eindruck verschaffen zu können.
  • Noch besser: Verabreden Sie schon vorher einen Prüftermin in einer Werkstatt Ihres Vertrauens oder beim TÜV und fahren Sie im Rahmen der Probefahrt dorthin. Ein Profi sieht immer mehr – und ein Verkäufer mit gutem Gewissen wird dagegen nichts einzuwenden haben.
  • Entscheiden Sie sich nicht überhastet. Im Zweifelsfall lieber eine Nacht darüber schlafen – und bei begründeten Zweifeln an der Seriosität des Angebots eventuell einen früheren Vorbesitzer des Fahrzeugs anrufen (Name und Adresse finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil II).
  • Machen Sie in jedem Fall einen Kaufvertrag. Ein Musterexemplar können Sie sich auf der Internetseite des ACV herunterladen. Halten Sie darin alle eventuellen Nebenabreden wie etwa die zugesicherte Unfallfreiheit sowie den genauen Zeitpunkt der Übergabe schriftlich fest. Nur so können Sie im Zweifelsfall den Kauf später rückgängig machen oder eine Nachbesserung verlangen.
  • Beim Bezahlen ist Bargeld die einfachste und sicherste Lösung. Zahlen Sie aber nur im Austausch gegen den Fahrzeugbrief bzw. Teil II der Zulassungsbescheinigung.