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ACV und DEVK vergeben
Umweltpreise für bedeutende Entwicklungen bei der Mobilität
ÖkoGlobe 2009:
Elektromobilität und Hybridautos ausgezeichnet
Köln. 9. September 2009 – Vor 120 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur wurden
jetzt in Köln zum dritten Mal die ÖkoGlobes von ACV und DEVK verliehen. Mit dem
ÖkoGlobe zeichnen der Automobil-Club Verkehr und die Versicherung DEVK jährlich
herausragende Innovationen für nachhaltige Mobilität aus. Im Mittelpunkt der
Auszeichnungen des Jahres 2009 standen Innovationen auf dem Gebiet der
Elektromobilität und Hybridfahrzeuge. Dazu der Sprecher der ÖkoGlobe-Jury,
Prof. Ferdinand Dudenhöffer: „Der ÖkoGlobe`09 gibt ein deutliches Signal, dass
der Aufbruch in die Zeit der Elektromobilität begonnen hat. Es ist
beeindruckend, was an Innovationen in der Automobilindustrie und bei
Mobilitätsdienstleistern in diesem neuen Feld schon zu sehen ist.“
In nur drei Jahren
etablierte sich der ÖkoGlobe als wichtiger Umweltpreis der Mobilitätsbranche in
Deutschland. Dass der ÖkoGlobe offen und undogmatisch angelegt ist wird auch
dadurch deutlich, dass Jürgen Trittin, der frühere Umweltminister und heutige
Vizefraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, als
Gastredner die ÖkoGlobe-Verleihung 2009 eröffnete.
Die Bedeutung des ÖkoGlobes
unterstreichen auch die hochkarätigen Gäste und Preisträger der Veranstaltung.
Unter den Gästen waren der Magna-Gründer Frank Stronach, Opel-Chef Carl-Peter
Forster, Ford-Deutschland Chef Bernd Mattes, Toyota-Deutschland-Chef Keiji
Sudo, Daimler Konzernforschungs-Chef Prof. Herbert Kohler, BMW-Mini-Chef Dr.
Wolfgang
Armbrecht, Evonik-Vorstand
Ralf Blauth sowie Politiker und Betriebsräte, wie der
Gesamtbetriebsratsvorsitzende und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der
Adam Opel GmbH, Klaus Franz. Besondere
Brisanz hatte die Veranstaltung, da zeitgleich in Detroit der GM-Verwaltungsrat
zum Thema „Opel-Verkauf“ tagte. Dabei betonte der Opel-
Gesamtbetriebsratsvorsitzende Franz am Rande der Veranstaltung die breite
Unterstützung der gesamten Opel-Belegschaft und der deutschen Politik für das
Magna-Gaz-Sberbank-Konsortium.
Frank Stronach als
herausragende Persönlichkeit ausgezeichnet
Frank Stronach, Gründer und
Chairman der Magna International Inc. wurde als herausragende Persönlichkeit
mit einem ÖkoGlobe ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt das Lebenswerk von
Frank Stronach und die von ihm gesetzten Impulse und gesellschaftlichen Leistungen
in der weltweiten Automobil- und Zulieferindustrie. Aus einem Ein-Mann-Unternehmen hat Frank Stronach den
Weltkonzern Magna International Inc. geschaffen.
Mit 23,8 Mrd. US-Dollar
Umsatz (2008), 71000 Mitarbeitern und 247 Produktionswerken ist Magna
International Inc. der viertgrößte Automobilzulieferer der Welt. Magna steht an
der Spitze der technologischen Entwicklungen in der Automobilindustrie und hat
bereits wichtige Schritte in das Zeitalter der Elektromobilität getan. In
besonderer Weise hat Magna im Bieterwettstreit um Opel gemeinsam mit den
Partnern Gaz und Sberbank für Opel ein ausgereiftes und nachhaltiges Zukunftskonzept
vorgelegt. Frank Stronachs Unternehmen hat sich, getragen von einer großen Sympathiewelle
bei den Opel-Beschäftigten und den deutschen Politikern, im Bieterprozess um Opel profiliert. Am
Abend der ÖkoGlobe-Verleihung betonte Stronach noch einmal, dass aus Sicht
seines Unternehmens alle
strittigen Punkte für eine Opel-Übernahme ausgeräumt seien. Er sei
weiterhin bereit und willens, Opel eine neue Zukunft zu geben.
„Es ist uns eine große
Ehre, Frank Stronach heute auszeichnen zu dürfen“, betont
DEVK-Vorstandsvorsitzender Friedrich W. Gieseler. ACV-Präsident Franz-Georg
Wolpert betonte bei der Übergabe eines ÖkoGlobe an die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG für deren Engagement beim Aufbau eines
ökologisch ausgerichteten Fuhrparks im Öffentlichen Personennahverkehr: „Für
den Ausbau einer ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Mobilität ist es
notwendig, alle sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen.“ Eine einseitig
ausgerichtete Verkehrspolitik, beispielsweise die Fokussierung allein auf den
Elektromotor, werde uns nicht helfen.
Preisträger in neun
Kategorien geben Einblick in Mobilität von morgen
Insgesamt in neun
Kategorien wurde der ÖkoGlobe verliehen.
Die Preisträger
Kategorie 1 – Innovative
Energieträger
Gewinner: Daimler/Evonik
mit der Lithium-Ionen Batterie
Die Evonik Industries AG
und die Daimler AG entwickeln den Energiespeicher der Zukunft.
Die beiden Konzerne wollen
Forschung, Entwicklung und Produktion für Lithium-Ionen-Batteriezellen und
-Batteriesysteme am Standort Deutschland vorantreiben. Die serienfähigen High-Tech-Batteriezellen
sind Konkurrenzprodukten in wesentlichen Punkten überlegen:
• Auf Basis der
Partnerschaft von Evonik und Daimler bei Li-Tec-Battery gefertigte Flachzellen ermöglichen
eine hohe Energiedichte bei gleichzeitig kompakten Abmessungen.
• Der Einsatz des
keramischen Separators SEPARION macht solche Lithium-Ionen-Zellen deutlich sicherer
und für die Nutzung in Elektrofahrzeugen sehr attraktiv. Von Li-Tec-Battery
hergestellte Lithium-Ionen-Flachzellen aus der Partnerschaft Evonik/Daimler sollen bereits
kurzfristig in Elektrofahrzeugen von Mercedes-Benz Cars eingesetzt werden. Noch im Jahr 2009
soll die Batteriezellen-Produktionskapazität von Li-Tec Battery auf 300.000 Stück klettern.
Platz 2: General Motors –
Lithium Ionen Batterie
• Ein wesentlicher
Erfolgsfaktor für Elektrofahrzeuge ist die Speichertechnologie
• In Eigenregie entwickelt
GM Lithium Ionen Batterien
• Ab 2010 wird diese in den
beiden Elektrofahrzeugen Opel Ampera und Chevrolet Volt zum Einsatz kommen.
Platz 3: Volkswagen –
Biogas
• Eine Möglichkeit die
fossilen Brennstoffe zu ersetzen ist Biogas.
• Biogas bietet die
Möglichkeit, den bei Erdgas bereits um 25 % reduzierten CO2-Ausstoß nochmals deutlich
zu senken.
• Durch die Verwendung von
nachwachsenden Rohstoffen kann mit Biogas eine fast 100-prozentige
Verbrauchsreduktion erreicht werden.
• Mit dem Passat TSI
EcoFuel hat Volkswagen die umweltfreundliche Gasmodellreihe erweitert und einen
weiteren Schritt in Richtung umweltfreundlicher Energieträger unternommen.
Kategorie 2 – Elektro- und
Hybridantrieb
Gewinner: BMW MINI E
Der MINI E wurde auf der
Messe in Los Angeles 2008 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und ist in den USA im Mai
2009 auf dem Markt gekommen. In Deutschland folgten im Juni/Juli noch 50 MINI E in
Berlin sowie 15 Fahrzeuge in München. Ein weiteres Projekt ist dieses Jahr noch in London
geplant. Somit ist die BMW Group der erste Automobilhersteller, der in einer Stückzahl von
500 Einheiten ein rein elektrisches Fahrzeug mit Lithium-Ionen-Batterien auf den Markt
bringt. Die Reichweite im rein-elektrischen Fahrbetrieb beträgt 240 km. Ziel von BMW ist die
Kombination von niedrigen Emissionen und hohem Fahrspaß.
Platz 2: MITSUBISHI –
i-MiEV
• Der Mitsubishi i-MiEV ist
ein umweltverträgliches Elektrofahrzeug, das im Fahrbetrieb keine Emissionen
verursacht.
• Im Vergleich zu einem
vergleichbaren Kleinwagen mit Benzinmotor weist der i-MieV ein Drittel weniger
Gesamtemissionen auf.
• Die Markteinführung ist
für 2009 (Japan und Großbritannien) bzw. 2010 (Europa) vorgesehen
Platz 3: Daimler – S 400
Hybrid
Beim Mercedes-Benz S 400
HYBRID kommt im Juni 2009 erstmalig ein Hybrid-Pkw mit Lithium (Li)-Ionen-Batterie zur
Serienreife.
• Daimler ist der erste
deutsche Autobauer, der ein Hybridfahrzeug in Serie bringt.
• Mit dem S 400 Hybrid
kommt erstmalig ein Hybrid-Pkw mit Lithium (Li)-Ionen-Batterie zur Serienreife.
• Gegenüber dem
konventionellen Vergleichsmodell S 350 verbraucht der S 400 HYBRID 21 % weniger Benzin und
reduziert damit den CO2-Ausstoß im gleichen Maße.
Kategorie 3 –
Konventioneller Antrieb
Gewinner: Volkswagen mit
TSI-Motoren Twin Charger
Der Verbrennungsmotor
bleibt für die nächsten 20 Jahre das tragende Antriebskonzept. Deshalb werden
Weiterentwicklungen im Bereich der konventionellen Antriebe beim ÖkoGlobe ausgezeichnet. Den ÖkoGlobe
in der Kategorie „konventioneller Antrieb“ erhält VW für seine TSI-Motoren mit Twin
Charger. Twin Charger ist die Kombination von Turbolader und Kompressor-Aufladung mit
dem Ziel die Verbrennung weiter zu optimieren.
Weltweit fahren bereits
mehr als 670.000 VW Kunden mit TSI-Motoren. Die TSI-Motoren mit Kompressor und Turbolader
leisten zwischen 103 kW / 140 PS und 125 kW / 170 PS. Zum Einsatz kommen die
„Twincharger" bereits in den Volkswagen Baureihen Golf, Golf Plus, Golf Variant, Jetta,
Touran, und Tiguan.
Die Kombination von
Kompressor und Turbolader in Großserienmotoren ist neu. Da die TSIMotoren mit einem vergleichsweise
kleinen Hubraum auskommen, reduzieren sich zudem signifikant Verbrauch und
CO2-Emissionen. Alle auf dem Markt befindlichen TSI-Modelle können alternativ mit dem
Doppelkupplungsgetriebe DSG kombiniert werden.
Platz 2: Volvo – DRIVe
• Die 10 DRIVe-Modelle
verfügen über Diesel-Motorisierungen.
• Mit verbrauchsoptimierten
Schaltgetrieben und reduzierten Roll- sowie Luftwiderstandswerten werden niedrigere
Verbräuche erzielt.
• Die DRIVe-Palette ist in
drei CO2 -Emissionsklassen unter 120, 140 und 160 Gramm pro Kilometer unterteilt.
Platz 3: Toyota – 1.33
Dual-VVT-i
• Der moderne Vierzylinder
der Toyota Reihe ist eine komplette Neuentwicklung mit integrierter Start-Stopp-Automatik
• Durch umfassende
technische Modifikationen konnten die CO2-Emissionen des
Triebwerks gegenüber dem
Vorgängermotor um 21 Gramm pro Kilometer gesenkt werden.
Kategorie 4:
Großserienfahrzeug
Gewinner: Toyota mit dem
Prius 3. Generation
Toyota hat weltweit bereits
2 Mio. Hybridfahrzeuge produziert und verkauft. Wesentliches Modell in der Hybridreihe
ist der Prius. Durch erneute technische Optimierungen konnten die Verbrauchswerte trotz
steigender Leistung noch weiter verbessert werden:
• die CO2-Emissionen
konnten um 14 % von 104 auf 89 g/km gesenkt werden
• der Verbrauch konnte von
4,3 l/100km auf 3,9 l/100km deutlich gesenkt werden
• Der Verkauf in
Deutschland ist im Juli 2009 gestartet.
Mit der dritten
Modellgeneration des Prius untermauert Toyota seine Position als weltweit führender Anbieter von
Fahrzeugen mit Hybridantrieb.
Platz 2: Honda – Insight
Die Bedeutung von
Hybridfahrzeugen in der Serienproduktion ist enorm:
• Der MildHybrid von Honda
stößt nur 101 g/km aus.
• Der Einstiegspreis liegt
bei 19.500 Euro und ist damit sehr niedrig.
• Pro Jahr sind weltweit
ca. 200.000 Fahrzeugverkäufe geplant
Platz 3: Mazda – Mazda 3
• Der neue Mazda 3 ist das
erste Modell des japanischen Herstellers, das mit dem neu entwickelten
Start-Stopp-System i-stop ausgerüstet ist.
• Durch aerodynamische und
motorische Modifikationen konnte der Gesamtverbrauch gegenüber dem Vorgänger um
nahezu 14 % auf 6,8 Liter je 100 km gesenkt werden.
Kategorie 5 – Konzept- und
Kleinserienfahrzeug
Gewinner: Ford mit dem
Tourneo Connect BEV
Im März stellte Ford den
Tourneo Connect BEV als Konzeptstudie in Genf vor. Der Tourneo Connect BEV ist ein
Elektrofahrzeug, das seine Antriebsenergie vollständig aus Batterien erhält und im Fahrbetrieb
kein CO2 emittiert. Das Konzept basiert auf dem leichten NFZ Transit Connect BEV,
welcher in Britannien und anderen europäischen Märkten bereits verfügbar ist. Der Tourneo Connect
BEV wurde für die Serienproduktion entwickelt.
Der BEV nutzt mit seinem
24kWh starken Lithium-Ionen-Batterie-Pak modernste Akku-Technologie. Der in den
Akkus erzeugte Strom speist den 50 kW-E-Motor. Die Reichweite beträgt pro Batteriefüllung
160 KM bei einer Höchstgeschwindigkeit von 113km/h. Dieses Konzeptfahrzeug wird
bald häufiger zu sehen sein, da es eines der Fahrzeuge ist, mit denen Ford zusammen mit der
Rheinenergie und der Universität Duisburg Essen als Modellprojekt die Musterregion für
E-Mobilität in Nordrhein Westfalen bildet.
Platz 2: Segway/GM/ Opel –
P.U.M.A. Project P.U.M.A.:
• Der P.U.M.A. ist ein
zweisitziger elektrischer Prototyp.
• Ermöglicht dem Nutzer ein
sicheres, leises und sauberes Fortbewegen in Städten.
Platz 3: Loremo –
Konzeptfahrzeug
• Der Loremo ist ein
2+2-sitziger Pkw.
• Kern der Innovation ist
ein sehr leichtes Karosseriekonzept, das sehr wenig Antriebsenergie benötigt.
• Die erste Variante ist
ein Diesel-Motor der laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h und einen
Verbrauch von 2 l/100 km aufweist.
Kategorie 6 –
Zulieferer-Innovation
Gewinner: Magna mit dem
mila EV
Der mila ev ist ein
zukunftsweisendes alltagstaugliches Fahrzeugkonzept. Hauptelement bildet eine vollintegrierte
Elektrofahrzeugplattform, die von jedem OEM zur Realisierung eigener Produkt-, Antriebs- und
Designstrategien genutzt werden kann. Ausgangs- und Endpunkt der Entwicklung ist der
Elektroantrieb. Somit ist der mila ev ein Fahrzeugkonzept, das in allen Entwicklungsschritten
für eine alternative Antriebstechnologie optimiert wurde und das keine nachträgliche
Veränderung, Um- oder Nachrüstung eines bereits existierenden Konzepts darstellt. Der
mila ev ist ein fertig entwickeltes Konzept, dass sofort für eine
Serienentwicklung und somit auch für eine
Serienproduktion genutzt werden kann. Dank der intelligenten Konzeption
kann der mila auch mit Erdgas-, Brennstoffzellen und Hybridmotor angetrieben werden. Bei
einer Ladezeit von 2,5 h sind Reichweiten von bis zu 150 km möglich.
Platz 2: BERU – Drucksensor
Glühkerze
BERU hat für den Diesel
eine Drucksensor-Glühkerze entwickelt und in Serie gebracht. Vorteile der Innovation:
• Reduzierung von NOX- und
CO2-Emission
• Erhöhter Einspritzdruck
• Optimale Emissionskontrolle
möglich
• Einsparung
kostenintensiver NOX-Sensoren und Luftmassen-Messer
Platz 3: Robert Bosch –
Efficiency Line-Generatoren
Die neuen Efficiency
Line-Generatoren werden 2011 in Serie gehen.
• Innovation: höchster
Wirkungsgrad durch innovative Diodentechnologie
• Resultat:
Verbrauchsenkung bis zu 2 % Verbrauchsenkung
Kategorie 7 – Ökologischer
Fuhrpark
Gewinner: Bochum
Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) mit dem Hybridbus
Mit 140 Mio. Fahrgästen pro
Jahr, 370 Fahrzeugen und rund 2.200 Beschäftigte ist die BOGESTRA eine der großen
Nahverkehrsdienstleister.
Die BOGESTRA setzt den
ersten Hybridbus Nordrhein-Westfalens für Fahrten im mittleren Ruhrgebiet ein. Angetrieben
wird das Fahrzeug von zwei Elektromotoren und einem Dieselmotor. Beim Anfahren wird der
Dieselmotor von den Elektromotoren unterstützt. Beim Fahren/Bremsen entsteht Energie,
die dem E-Motor zur Verfügung steht und in einem Energiespeicher gespeichert wird. Der
Energiespeicher dafür befindet sich auf dem Dach des Busses. Durch die Technologie sind
folgende Einsparungen möglich: bis zu 90 % weniger Feinstaubbelastung, bis zu 30 % weniger CO2 -Ausstoß
und bis zu 39 % weniger Stickoxide. Je nach Einsatzort kann
eine Kraftstoffersparnis von 12 bis 15 % ermöglicht werden. Nach der erfolgreichen Testphase
ist für das nächste Jahr eine wesentliche Ausweitung des Einsatzes von Hybridbussen geplant.
Platz 2: LeasePlan –
Umweltinitiative GreenPlan
LeasePlan bietet als
Fuhrparkmanagementgesellschaft verschiedene Umweltinitiativen für Unternehmensfuhrparks. GreenPlan zielt darauf ab,
durch Anpassungen in der Dienstwagenstrategie CO2-Emissionen im Unternehmensfuhrpark zu
reduzieren. Die Initiative besteht aus drei Säulen:
• Beratung zur Einrichtung
einer CO2-armen Dienstwagenordnung
• Reporting über die
tatsächlichen CO2-Emissionen des Unternehmensfuhrparks und der einzelnen Fahrzeuge
• der Ausgleich der
fuhrparkrelevanten CO2-Emissionsbilanz.
Platz 3: Europcar –
Umweltmanagementsystem
Europcar hat ein
umfangreiches professionelles Umweltmanagementsystem eingeführt, dass u. a. die folgenden Punkte
umfasst:
• Nutzung alternativer
Antriebe
• Ressourcenschonende
Flottenwartung
• Umwelt-Reporting für
Kunden
Kategorie 8:
Mobilitätsprojekte und Visionen
Gewinner: Daimler – car2go
Daimler testet in Ulm das
Konzept „car2go“, bei dem Fahrzeuge für angemeldete Teilnehmer zur freien Nutzung bereit
stehen. Es gibt keinen festen Ort, an den die Fahrzeuge nach der Nutzung abgestellt werden
müssen. Berechnet wird nur die Zeit/Strecke, die gefahren wurde. Der Führerschein des
car2go-Kunden wird mit einem Chip versehen, der das Öffnen der Fahrzeuge ermöglicht. Zur
Nutzung des Fahrzeugs hält der Kunde seinen Führerschein an ein Lesegerät im Bereich
der Windschutzscheibe, steigt ein, tippt im Fahrzeug seine persönliche Geheimzahl ein und fährt
los. Freie Fahrzeuge können jederzeit auch schnell und einfach über das Internet oder eine
Telefon Service-Hotline aufgefunden werden. Nach einer erfolgreichen
sechsmonatigen Testphase mit 50 Fahrzeugen und 500 Daimler-Mitarbeitern in Ulm begann am 26.03.2009
die öffentliche Testphase, in der car2go allen 120.000 Bewohnern und den Besuchern der Stadt
zur Verfügung steht. Zu diesem Zweck wurde die car2go- Flotte auf 200 Fahrzeuge
erhöht.
Platz 2: DB Rent –
Flinkster
Seit Anfang März bietet DB
Rent, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, in Köln und Stuttgart eine neue Art des
Carsharings: Flinkster. Neu bei Flinkster ist die Verteilung der Fahrzeuge über das gesamte
Stadtgebiet der beiden Pilotstädte. Damit beginnt Carsharing bequem vor der eigenen
Haustür zu einem günstigen Preis. Wenn der Kunde Flinkster nicht nutzt, entstehen auch keine
Kosten. Für das Angebot stehen hochwertige Alfa Romeo MiTo mit einer auffälligen
Lackierung zur Verfügung. Nie war es so einfach, öffentlichen
Personennahverkehr und Auto zu kombinieren.
Platz 3: Better Place –
Mobilitätskonzept
Die Bedeutung von
Elektromobilität wird immer mehr zunehmen. Better Place hat ein Konzept vorgestellt, das die
Infrastruktur ebenfalls abdeckt. Das Konzept beinhaltet die wesentlichen Punkte:
• Aufbau von
Elektrofahrzeugtankstellen
• Ein System zur
Batteriewechselstationen
• Neues Abrechnungssystem
Better Place verfolgt mit
dem Konzept die Vision emissionsfreier Automobilität und ist angetreten, den flexiblen, individuellen
Personentransport weltweit vom Erdöl zu entkoppeln.
Kategorie 9: Nachhaltige
Infrastruktur
Gewinner: Opel/GM/Segway –
Zusammenarbeit und Gemeinschaftsprojekte
Die Zusammenarbeit zwischen
Opel und Segway begann zur IAA 2007 mit dem Konzeptauto Flextreme. Im Unterboden
des ausschließlich elektrisch angetriebenen Flextreme befinden sich zwei selbst
ausbalancierende Segway Personal Transporter (PT). Die Idee der Kooperation ist, neue Wege des
individuellen Personenverkehrs aufzuweisen. Seit März dieses Jahres bietet Opel in
Berlin seinen Besuchern Citytouren mit den Elektroroller an. Die modernen Lithium-Ionen-Akkumulatoren
der Segway PT sorgen für eine Reichweite von bis zu 38 Kilometern.
Sightseeing-Touren können so ohne den Pkw stattfinden. Das wichtigste Konzept ist
der sogenannte P.U.M.A (Personal Urban Mobility and Accessibility), für private Mobilität und
Erreichbarkeit in Städten. GM und Segway haben einen elektrischen Prototyp für zwei Personen
entwickelt. Mit diesem Fahrzeug können die Nutzer sich sicher, leise und sauber in
den Städten fortbewegen. Der P.U.M.A. wird
angetrieben durch einen Lithium-Ionen-Akku. Er ist für ein oder zwei Personenausgelegt und hat eine
Reichweite von 56 km, bevor der Akku wieder geladen werden muss.
Platz 2: RWE – e-mobility
RWE hat sich zum Ziel
gesetzt, die Infrastruktur für Elektro-Fahrzeuge aufzubauen. e-mobility ist das weltweit
größte integrierte Projekt zu Elektroladeinfrastruktur, mit Fahrzeugen und Stromlieferung.
2009/2010 werden 500 Ladepunkte installiert und 100 seriennahe E-Fahrzeuge von Daimler zur
Erprobung zur Verfügung gestellt.
Platz 3: Daimler –
emissionsfreie Mobilität.
Die Brennstoffzelle ist mit
der Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterie etwas in den Hintergrund geraten.
Trotzdem ist es wichtig, das Brennstoffzellenfahrzeug im Einsatz zu optimieren. Daimler setzt
in einem Gemeinschaftsprojekt mit Shell, Total und Vattenfall in Hamburg die
Brennstoffzellentechnologie ein und optimiert diese weiter.
Die Jury
• Prof. Dr. Ferdinand
Dudenhöffer, Direktor des ÖkoGlobe-Instituts an der Universität
Duisburg-Essen (Vorsitz und
Sprecher der Jury)
• Matthias Machnig,
Staatssekretär Bundesumweltministerium
• Prof. Dr. Claudia
Kemfert, Inhaberin des Lehrstuhls für Umweltökonomie und Nachhaltigkeit
an der Hertie School of
Governance in Berlin
• HA Schult, Umweltkünstler
und Initiator des ÖkoGlobe
• Prof. Dr. Bruno O. Braun,
Präsident des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und
Vorstandsvorsitzender des
TÜV Rheinland
• DEVK-Vorstand Engelbert
Faßbender
Weitere Informationen im
Internet unter www.oekoglobe.de
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