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Motor & Technik |
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Download Bild: Neue Reifen müssen in jedem Fall, gebrauchte sollten vor der Montage regelmäßig ausgewuchtet werden (Foto: GTÜ)
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Praktische Tipps für Kauf und Montage neuer Reifen und den Wechsel von Winter- auf Sommerpneus
Reifenwechsel
Köln. 20. April 2011 – Ostern steht vor der Tür und die Temperaturen klettern auf über 20 Grad. Da wird es höchste Zeit, von Winter- auf Sommerreifen zu wechseln. Denn bei hohen Temperaturen unterliegen die Winterreifen mit ihrer speziellen Gummimischung einem erhöhten Verschleiß. Darauf macht jetzt der ACV Automobil-Club Verkehr aufmerksam.
Die Experten der GTÜ, der Gesellschaft für Technische Überwachung, haben wichtige Tipps für den Reifenwechsel zusammengestellt.
Qualität ist entscheidend Achten Sie beim Kauf unbedingt auf Qualität. Darauf kommt es an: optimales Handling, Bremsweg, Aquaplaning, Seitenführung, Rollwiderstand, Komfort, Geräusch und Verschleiß. Andererseits müssen gute Sommerreifen nicht zwangsläufig teuer sein, wie Tests immer wieder zeigen.
Auf Produktionsdatum achten Lassen Sie sich beim Neukauf Ihrer Sommerreifen keine Ladenhüter andrehen. Ein als neu angebotener Reifen sollte keinesfalls älter als drei Jahre sein. Da Reifen aufgrund chemischer und physikalischer Prozesse auch durch die bloße Lagerung altern, gilt die Regel: je jünger desto besser. Auch der Laie erkennt das an der so genannten DOT-Nummer, die jeder Reifen an seiner Flanke trägt und dessen vier letzte Ziffern das Produktionsdatum verraten. Steht hier zum Beispiel „5010“, dann bedeutet dies, dass der Reifen in der 50. Kalenderwoche des Jahres 2010 (also zwischen dem 13. und 19. Dezember 2010) gefertigt wurde.
Je mehr Profil desto besser Sollen die Reifen vom letzten Sommer montiert werden, muss das Profil ausreichen. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm. Die GTÜ-Experten empfehlen jedoch aus Gründen der Verkehrssicherheit für Sommerreifen wenigstens 3 mm.
Von hinten nach vorne Üblicherweise werden Räder von hinten nach vorne montiert. Die Reifen jedoch niemals von links nach rechts montieren. So ist gewährleistet, dass so genannte laufrichtungsgebundende Reifen immer auf der richtigen Seite aufgezogen bleiben. Durch das Tauschen werden die Reifen gleichmäßiger abgenutzt und können bei Bedarf alle vier auf einmal durch neueste Produkte ersetzt werden.
Räder wuchten lassen Neue Reifen werden in der Fachwerkstatt niemals ohne Auswuchten montiert. Dies sollte in regelmäßigen Abständen auch bei gebrauchten Pneus der Fall sein. Denn im Laufe der Zeit können Unwuchten entstehen, etwa beim Überfahren von Bordsteinkanten. Das macht sich schlimmstenfalls durch ein „flatterndes“ Lenkrad oder ungewohnte Fahrzeugvibrationen insbesondere zwischen Tempo 80 und 120 bemerkbar. Es führt aber in der Regel auch zu ungleichmäßigem Reifenabrieb und damit einhergehend höherem Verschleiß an Reifen und Fahrwerk.
Kontrolle ist wichtig Schauen Sie sich die gebrauchten Sommerpneus vor der Montage genau an. Sind Lauffläche und Flanken unverletzt? Unregelmäßig abradierte Reifen deuten auf defekte Stoßdämpfer, eine falsche (aber meist nachjustierbare) Fahrwerksgeometrie, zu niedrigen Fülldruck oder eine Unwucht der Reifen hin.
Mit richtigem Drehmoment anziehen Vergewissern Sie sich, dass bei der Rädermontage die Radschrauben mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden (steht in der Betriebsanleitung). Dazu benötigt man neben dem normalen Radkreuz einen Drehmomentschlüssel, der die Kontrolle des Anzugsdrehmoments ermöglicht. Zu wenig ist da genauso schädlich wie zu viel. In beiden Fällen können sich nämlich die Radschrauben lösen. Bei zu stark angezogenen Radschrauben werden unter Umständen die selbstsichernden Materialeigenschaften aus der Verbindung Felge/Radschraube in Mitleidenschaft gezogen.
Korrekter Druck spart Sprit Sorgen Sie unmittelbar nach der Montage für den richtigen Reifenfülldruck (steht in der Betriebsanleitung oder im Tankdeckel respektive im Einstieg der Fahrertür). Prüfen Sie auch den korrekten Luftdruck des Reserverads (sofern vorhanden), damit es im Ernstfall tatsächlich einsatzbereit ist.
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