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Sicherheit & Verkehr |
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Download Bild: Ein so genannter Gigaliner, Lkw von bis zu 25,25 m Länge, an einer Kreuzung in Stuttgart
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Riesen-Lkw belasten das Straßennetz enorm und sind gegen alle Sicherheitsbemühungen
ACV gegen fünfjährigen Feldversuch mit Gigalinern
Köln. 3. 2. 2011 - Im Rahmen eines „Feldversuchs“ will die Bundesregierung Riesen-Lkw von bis zu 25,25 Meter Länge und bis zu 44 Tonnen fünf Jahre lang auf deutschen Straßen fahren lassen. Den Lkw-Betreibern soll durch den langen Zeitraum ermöglicht werden, steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten zu nutzen. Der ACV Automobil-Club Verkehr kritisiert den Einsatz so genannter Gigaliner auf unseren Straßen, da das Straßenverkehrsnetz derartigen Belastungen nicht gewachsen ist und die Situation sich dadurch für alle Verkehrsteilnehmer nur noch verschlimmern würde. Erfolgreiche Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit würden diese Riesen-Lkw konterkarieren.
Der ACV hatte bereits mehrfach gegen den Einsatz von Gigalinern protestiert. In einer Resolution des Verkehrspolitischen Ausschusses von 2010 heißt es: Der ACV spricht sich nachdrücklich gegen die Zulassung dieser „Monstertrucks“ aus. Die von der wesentlich erhöhten Achslast ausgehende deutlich stärkere Belastung der Fahrbahnbeläge wird die Straßenunterhaltskosten in einem nicht vertretbaren Maße erhöhen. Leidtragende sind dann die Steuerzahler und durch größere Bautätigkeiten auch alle anderen Verkehrsteilnehmer.“
Der Geschäftsführer der Allianz Pro Schiene, Dirk Flege, kritisierte die lange Dauer der Testfahrten und die Begründung durch das Ministerium. „Offenbar geht hier das Spediteurswohl über das Bürgervotum“, sagte Flege in Berlin. Er verwies darauf, dass 73 Prozent der Deutschen längere Lastwagen auf den Straßen ablehnten. Dass mit einem Fünf-Jahres- Test in die Legislaturperiode der nächsten Bundesregierung hineinregiert werde, wertete Flege als „Sippenhaft“. Generelle Zweifel äußerte die Allianz pro Schiene, der auch der ACV angehört, an diesem Test unter Laborbedingungen: „Das Problem des Feldversuchs ist, dass er kaum neue Erkenntnisse bringen wird. Wichtige Fragen haben bereits diverse Länderversuche und die vorliegenden Studien beantwortet.“
Andreas Scheuer , Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium und Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik, sagte, dass mit Hamburg nunmehr acht Länder an dem Feldversuch teilnehmen würden. Diese repräsentierten rund 70 Prozent der Fläche Deutschlands.
Gegen die Fahrversuche der Lang-Lkw wendet sich auch die Deutsche Polizeigewerkschaft. Die Verkehrssicherheit müsse Vorrang vor dem Profitstreben von Spediteuren haben, so das Hauptargument der Gigaliner-Gegner. Zudem sei eine alternative Verlagerung von Güterverkehr auf Schiene und Binnenschiff ein Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit auf der Straße.
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