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Download Bild: ACV-Präsident Dobring, ZDK-Präsident Rademacher und Dekra-Geschäftsführer Neumann geben der Aktion "Grüner Pfeil" neuen Schwung (Foto: ZDK/Auweiler)
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ACV unterstützt auch 2011 die Aktion für besseren Verkehrsfluss: 350 neue Anträge gestellt
Mehr Grünpfeile an deutschen Kreuzungen
Düsseldorf. 21. 1. 2011 - Hunderte von Autofahrer-Wünschen zu neuen Grünpfeilen sollen 2011 Wirklichkeit werden. Dieses Ziel hat sich die Initiative „Ja zum Grünen Pfeil“ für das neue Jahr vorgenommen. Zu diesem Zweck haben jetzt die drei Partner, der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK), der ACV Automobil-Club Verkehr sowie die Sachverständigenorganisation DEKRA über 350 neue Grünpfeile deutschlandweit bei den zuständigen Straßenverkehrsbehörden beantragt. Autofahrer konnten und können weiterhin unter www.gruener-pfeil.de Kreuzungen benennen, an denen ihrer Überzeugung nach der Grünpfeil für den Verkehrsfluss vorteilhaft wäre. Damit die Anbringung von Grünpfeilen an Ampelkreuzungen nicht an den Kosten scheitern muss, haben der ACV und die beiden anderen Partner beschlossen, die ersten 10 Schilder mit bis zu 1000 Euro zu bezuschussen.
Es geht um das Ampelschild mit grünem Pfeil auf schwarzem Grund, das auch bei Rot erlaubt, rechts abzubiegen. In der Folge fließt der Verkehr besser, Autofahrer sind ökonomischer unterwegs, und daraus resultiert eine günstigere Umweltbilanz, erklärte ZDK-Präsident Robert Rademacher bei der Unterzeichnung der Anträge. Vom ZDK errechnet wurde, dass in Deutschland im Jahr über 600 Millionen Liter Kraftstoff unnötig verbraucht werden, weil Rechtsabbieger bei Rot an vielen Kreuzungen oft trotz freier Bahn warten müssen. Über eine Million Tonnen CO2-Ausstoß könnten bei konsequenter Verbreitung des Grünpfeils jährlich vermieden werden.
ACV-Präsident Dr. Jochen Dobring: „Der Autofahrer will vorwärtskommen und nicht unnötig warten müssen“. Daher unterstütze der ACV das Engagement des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Dobring nannte drei Gründe, die eindeutig für den Grünen Pfeil sprächen:
1. Der innerstädtische Verkehr kann durch den „Grünen Pfeil“ flüssiger gestaltet werden. Überflüssige Standzeiten an roten Ampeln werden vermieden. Ohne großen finanziellen Aufwand kann die beschränkte Straßenkapazität besser genutzt werden.
2. Der „Grüne Pfeil“ trägt zur Kraftstoffersparnis bei und verringert dadurch gerade im innerstädtischen Verkehr die Belastung der Umwelt durch CO2.
3. Der Verkehr an Ampel-Kreuzungen mit Grünem Pfeil wird auch nicht unsicherer, da Rechtsabbieger nicht einfach durchfahren, sondern anhalten müssen, den Querverkehr besser im Blick haben und auch auf Radfahrer und Fußgänger mehr Rücksicht nehmen müssen Im Gegenteil: Er wird sogar sicherer.
Nach der Wende wurde der „Grüne Pfeil“ aus den neuen Bundesländern übernommen. Trotz aller positiven Bescheide sind mittlerweile jedoch viele Grünpfeile wieder verschwunden. Oft heißt es, Autofahrer hätten das Prinzip nicht verstanden. Dieser Entwicklung steht laut ACV-Präsident Dobring das eindeutige Votum der Autofahrer entgegen. Nach einer Befragung des ACV sind mehr als 96 Prozent für den Grünpfeil. Viele ACV-Mitglieder sind überzeugt, man spare einiges an Sprit. Das sei gut für den Geldbeutel und trage zudem zum Umweltschutz bei. Dieser Auffassung schließt sich auch Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer an, indem er das gemeinsame Anliegen mit seiner Schirmherrschaft unterstützt.
Die Initiative von ZDK, ACV und Dekra stützt sich unter anderem auf eine Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST). Diese bescheinigt verringerte Wartezeiten für Rechtsabbieger an Grünpfeil-Kreuzungen von bis zu 60 Prozent und verneint negative Folgen für die Verkehrssicherheit. Allerdings eignet sich nicht jede Kreuzung für den Grünpfeil. So dürfe die Ampel nicht der Schulwegsicherung dienen, und beim Rechtsabbiegen dürften keine Gleise gekreuzt werden.
Für Autofahrer, die immer noch unsicher sind, wie sie sich an einer Grünpfeil-Kreuzung verhalten müssen, weiß Dekra-Geschäftsführer Dr. Gerd Neumann Rat: „Es gelten schlicht die Regeln des Stoppschildes: Vor dem Abbiegen bei Rot erst an der Haltelinie, dann an der Sichtlinie stoppen. Fußgänger, Radfahrer und Querverkehr haben immer Vorrang.“ In Amerika ist das Rechtsabbiegen Ampel-Kreuzungen einfacher geregelt: Hier gilt generell, dass Autofahrer nach kurzem Stopp und wenn die Verkehrslage es erlaubt nach rechts abbiegen dürfen. Einzige Ausnahme: Ein Schild mit dem Hinweis „no right turn“ – nicht rechts abbiegen. Und das wird nur ganz selten gebraucht.
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